Infos Rubriken und Kategorien  |  Datenschutz  |  Nutzungsbedingungen  |  Faq  |  Kontakt  |  Impressum  |  

Startseite

Sie befinden sich hier -->   Was ist eine Patchbay ?

eMail:   Passwort:  

20.09.2017 - 09:13 Uhr



Anzeige lesen
Biete: Clavia Nord Rack I Nord LeadVirtual
EUR 2.500,-
Deutschland



TOP-10 Angebote

TOP-10 Gesuche


Bilder Verkleinern
 


Was ist eine Patchbay ?





Eine Patchbay ist ein Steckfeld im 19" Zoll Format mit 1 HE ( Höheneinheit ).

Eine Patchbay ermöglicht es Dir,Audiosignale der meisten Komponenten eines Tonstudios von einer zentralen Stelle abzugreifen und von dort aus zu anderen Geräten zu schicken.

Es erspart Dir eine Menge Kabelsalat,erhöt die Übersicht und ist für eine professionelle Arbeitsweise unabdingbar.Zu berücksichtigen ist auch das der Verschleiss Deiner Geräteeignen Ein und Ausgänge erheblich Verringert wird.Da alle Veränderungen der Signalwege Ausschliesslich über Deine Patchbay laufen.
Somit ist eine effektive Identifizierung von Fehlerquellen ebenfalls möglich.

Es ist Kostengünstiger eine Neue Patchbay zukaufen, als Hohe Reparaturkosten der Betroffenen Geräte in kauf zu nehmen.( Bruch einer Geräte Platine, oder Ersaetzen einer ausgeleierten Klinkenbuchse usw. )

Wenn du Dein Tonstudio ( Homstudio ) Effektiv nutzen willst,Dann wirst Du dich sicher für eine Vollständige Patchbay - Verkabelung entscheiden.
Doch auch eine teilweise Steckfeldlösung wird sich für kleinere Setups bezahlt machen.

Die Singnalführung wird Üblicherweise durch das Verwenden von Multicore Kabel ( bsp. 8-fach ) auf der Patchbay Rückseite gewährleistet.
Es ist auch möglich,Veränderungen der Signalführung über das Frontpanel ( Vorderseite ) mit Hilfe sogenannter Patchcords durchzuführen.

Deine Vorteile dieser Signalführung sind Kurz ausgedrückt:

- flexible und komfortabel Nutzung
- Das Schonen der Ein - und Ausgänge ( Mischpult ) ) Mixconsole )
- Das Schonen der Ein - und Ausgänge der Einzelkomponenten bsp.Synthesizer,Externe Filter, Dynamics ( Kompressor , Gate ) , FX ( Delay,Reverb,Chorus)

1. Steckfeld - Technik:

Die meisten handesüblichen Steckfelder enthalten zwei Reihen je 24 Klinckenbuchsen auf einem 19" ( 19" = 482,6 mm ) Rackpanel von 1 HE ( 1 HE = 45 mm ).Auf der Rückseite befinden sich entweder auch Klinckenbuchsen in gleicher Anzahl wie auf der Vorderseite oder aber Kontakte zum Auflöten von signalführenden Kabeln.
Je vier von diesen Buchsen sind zu einem Modul zusammengefasst.Durch Stecken von Jumpern oder Drehen der einzelnen Modulen lässt sich die Konfiguration mancher Patchbays ändern.

In diesem Beispiel handelt es sich um ein nur mit Klinkenbuchsen bestücktes und einfach zu bedienendes 24er Steckfeld, das durch Umlegen eines sich auf der Oberseite befindlichen Schalters ( Beispiel Modul 17 ) in vier verschiedene Modi versetzten lässt.


2. Betriebsmodi:

2.1 Parallel:

In diesem Modus werden alle Anschlüsse eines Moduls miteinander verbunden. Diese auf den ersten Blick sinnlos erscheinende Funktion dient der Verteilung " eines " Audiosignals ( z.B. AUX - Send ) auf mehrere Empfänger ( z.B. Effektgeräte ).Oder z.B. das Signal der Stereosumme des Mischpultes auf ein Aufnahmegerät abzuleiten.

Zum Vergrössern des Bildes,bitte rechte Maustaste " Bild im neuen Tab öffnen ".

Patchbay_Modi_1
2.2 Halb - normalisiert:

Hierbei sind die Kontakte der beiden hinteren Klinkenbuchsen miteinander verbunden.Wird ein Klinkenstecker in die vordere,obere Buchse gesteckt,so wird das hinten laufende Signal nicht unterbrochen. Erst wenn die untere ,vordere Buchse benutzt wird, trennt sich der hinten anliegende Pfad auf,so das jeweils die beiden oberen und die beiden unteren Klinkenbuchsen Kontakt haben.
Diese Einstellung wird meistens für Einschleifwege benutzt und als " Input Break " bezeichnet. Ein so an der Patchbay liegender Einschleifweg ermöglicht das Abgreifen des Signal aus dem Kanalzug des Mischpultes,ohne den Signalfluss im Kanal zu Unterbrechen.

Zum Vergrössern des Bildes,bitte rechte Maustaste " Bild im neuen Tab öffnen ".

Patchbay_Modi_2a

Zum Vergrössern des Bildes,bitte rechte Maustaste " Bild im neuen Tab öffnen ".

Patchbay_Modi_2b

2.3 Normalisiert (voll-normalisiert):

Im Gegensatz zu " Halb - normalisiert " wird hier der Signalweg der hinteren Klinkenbuchse sowohl beim Stecken in die obere als auch in die untere,vordere Buchse unterbrochen.Es bedeutet! Das das Signal an einem normalisierten Buchsenpaar ohne gesteckte Kabel über eine interne Brücke vom Aus - zum Eingang durchgeschleift wird. Wird nun ein Stecker in eine der beiden Buchsen geführt, bewirkt dies ein sofortige Unterbrechung der internen Brücke. bsp: Eigenes Standart Setup der Synthesizer oder Drum - Synthesizer mit mehren Ausgängen ( Bessere Ergebnisse beim Abmischen der Drum oder Synthie Spuren ).

Zum Vergrössern des Bildes,bitte rechte Maustaste " Bild im neuen Tab öffnen ".

Patchbay_Modi_3a

Zum Vergrössern des Bildes,bitte rechte Maustaste " Bild im neuen Tab öffnen ".

Patchbay_Modi_3b
2.4 Offen:

Bei offener Konfiguration besteht zwischen den beiden Buchsen eines Paares kein elektrischer Kontakt.
Dieser Modus dient dem Anschluss von Geräten wie z.B. Elektronischen Klangerzeugern oder CD Playern, die selber keine Eingänge besitzen. So kann man platzsparend den linken und den rechten Ausgang auf ein Modul legen ( links oben, rechts unten ) oder zwei Geräte untereinander plazieren. Effektgeräte und 2 Spur - Maschinen können in dieser Konfiguration so plaziert werden, das die Ein - Ausgänge Übereinander liegen.

Grundsätzlich gilt bei einer Patchbay, die Eingänge an die unteren und die Ausgänge an die oberen, rückseitigen Anschlüsse zu legen.Weiterhin ist zu beachten, " keine digitalen Signale " über eine Analoge Patchbay laufen zu lassen, da das Rechtecksignal, das für eine Übertragung dieser Signale genutzt wird, starke Einstreuungen in den analogen Signalen verursacht.

Ausserdem wird die Impedanz der digitalen Kabelstrecke durch den Einsatz einer normalen Patchbay geändert und es kann zu einer Störung der Leitung kommen.

Wichtig!
Um digitale Signale zu verwalten, sollte eine speziell konzipierte Digital Pachbay verwendet werden.

Zum Vergrössern des Bildes,bitte rechte Maustaste " Bild im neuen Tab öffnen ".

Patchbay_Modi_4Anschluss von Mikrofonen:

Mikrofoneingänge arbeiten mit einem Pegel, der deutlich unter dem Line - Pegel ( +4 dBu Professioneller Studio Pegel / symmetrische Leitungsführung ervorderlich ) oder ( -10 dBV Homestudio Pegel / asymetrische Leitungsführung ) liegt.Deshalb sollte man sie nicht ( mit hilfe eines Adabters wie " Klinke-Männlich auf XLR-Weiblich ) mit auf die Patchbay legen. Auch sollte es vermieden werden, +48 V ( Phantomspannung ) im Steckfeld anzulegen. Besser ist es, die Mikrofone direkt an das Mischpult anzuschliessen oder spezielle XLR - Wandanschusskästen zu verwenden, die mit dem Mischpult - Mikrofoneingängen über ein hochwertiges symmetrisches Multicore - Kabel ( 2 - adrig + Abschirmung ) verbunden sind.

3. Steckfeld - Organisation:

An einem kleinen Beispiel - Setup zeige ich Dir, wie Steckfelder ( Patchbays ) am effektivsten eingesetzt werden. Wir gehen von einem Mischpult mit 16 Mic/Line Eingängen samt Inserts, 8 Subgruppen mit 4 Inserts, 4 Auxwegen mit Stereo Returns und einem Stereo Masterausgang inklusive Inserts aus.

Dazu gesellen sich noch eine 8 Spur Bandmaschine ( für den originalen Bandsettigungseffekt " Warmer Klang " ) oder Wahlweise Digital ( ohne Bandsettigungseffekt ), ein wenig Outboard Equipment ( FX, Dynamics und EQs ), ein CD - Player ,ein Tape - Deck, eine Hifi Anlage ( Hifi Anlage um das Masterergebnis Objetive Abzuhören / zu überprüfen ) und ein Kopfhörerverstärker.

Patchbay 1:

Bei dem ersten acht Modulen der Patchbay " 1 " sind die Subgruppenausgänge direkt an die entsprechenden Eingänge der Mehrspurbandmaschine angeschlossen. Durch einfaches Patchen ( Verwendung von Patchcords ) ist es aber auch möglich, die auf eine Subgruppe gerouteten Signale auf andere Spuren der Mehrspurbandmaschine aufzunehmen.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit und Platzersparnis liegen in den Modulen 9 bis 16 die Direct - Outs sowohl oben als auch unten auf. Der Stereo Masterausgang liegt auf den Modulen 17 und 18, die " halb - normalisiert " ausgelegt sind und somit durch einfaches Patchen eine gleichzeitige Aufnahme auf DAT Recorder und auf das Tape Deck ermöglichen. Die Module 19 und 20 für das Tape - Deck sind offen, weil es keinen Sinn macht, die Ein - Ausgänge des Tape - Decks miteinander zu verbinden. In 21 und 22 führen die Ausgänge des DAT Recorders " normalisiert " auf die 2 TRK - Ins ( 2 TRK = Two Tracker / 2 Spur Band ) des Mischpultes. So kann jederzeit vom Mischpult aus kontroliert werden, ob der Mix korrekt auf dem DAT - Band gespeichert wird. Auf 22 und 23 liegen CD - Player und Hifi Anlage in der Schalterstellung " offen ", weil beide nur als Quelle dienen.

Zum Vergrössern des Bildes,bitte rechte Maustaste " Bild im neuen Tab öffnen ".

Patchbay_1

Patchbay 2:

In Patchbay " 2 " sind die ersten 16 Module " normalisiert ", wobei auf 1 bis 8 In auch die entsprechenden Monitor ( Abhöre ) Eingänge liegen könnten ( vorausgesetzt ist dann ein Pult mit seperrater Monitor Sektion ).In einem MIDI - System sind Sampler, Expander, Synthesizer, Keyboards usw. meist über den ganzen Raum verteilt. Um nun einem Kabelsalat vorzubeugen, haben wir diese Geräte an die Module 9 bis 16 angeschlossen. Sie liegen so zur weiteren Bearbeitung direkt auf den Line Eingängen des Mischpultes. Damit eine flexible Effektbeschickung möglich ist, liegen auf 17 bis 20 " normalisiert " mit den FX Eingängen die AUX Send und auf 21 bis 24 die zwei Stereo Returns und die Effektausgänge.

Zum Vergrössern des Bildes,bitte rechte Maustaste " Bild im neuen Tab öffnen ".

Patchbay_2

Patchbay 3:

Bei der Patchbay " 3 " befinden sich auf Nummer 1 bis 16 die Kanalinserts. Diese Module sind " halb - normalisiert ", so bleibt beim Abgreifen des Signals an der oberen Buchse der Signalfluss im Mischpult - Kanal erhalten. Das Gleiche passiert bei den Einschleifwegen der Subgruppen und des Masterausgangs. Auf 23 und 24 liegt die Verbindung zum Kopfhörerverstärker, die " normalisiert " zu den Control Room Outs des Mischpultes sind. Man kann natürlich auch die pre Fader Auxwege für Kopfhörermischungen nutzen.

Zum Vergrössern des Bildes,bitte rechte Maustaste " Bild im neuen Tab öffnen ".

Patchbay_3

Patchbay 4:

Auf Patchbay " 4 " liegen in Module 1 bis 16 die dynamik - und frequenzgangbearbeitenden Geräte. Sehr zu empfehlen sind hier natürlich Mehrfach - Gates und Kompressoren. Die Module 17 bis 24 dienen als " Parallel Split ", das bedeutet, dass je zwei Module untereinander ( Rückseitel ) mit einem Patchkabel verbunden sind. So kann man ein vorne anliegendes Signal auf mehrere Empfänger verteilen.

Grundsätzlich ist zu beachten, die Patchbays untereinander so anzuordnen, dass die Patchkabel bei üblichen Konfigurationen nicht kreuzen und quer über die Steckerfelder hängen. So kann man in unserem Beispiel, ohne grosse Strecken zu überwinden, die Dynamics und EQs in die Inserts patchen.

Zum Vergrössern des Bildes,bitte rechte Maustaste " Bild im neuen Tab öffnen ".

Patchbay_4

4. Vernetzungsprobleme:

Die Vernetzung von vielen Geräten im Studio ist eine Kunst für sich und sollte sorgfälltig angegangen werden. Als erstes gilt es, Erdschleifen zu vermeiden ( eine Kabelschleife wirkt wie eine Antenne für elektromagnetische Störfelder ). Stelle dir einen Baum vor, bei dem jedes Teil über den Stamm mit den anderen Ästen verbunden ist.

So in etwa sollten auch die Massebeziehungen in Deinem Studio aussehen.Trenne niemals den Schutzleiter an einem Netzkabel auf,um ein 50 Hz - Brummen zu eliminieren; trenne lieber bei einem oder mehreren Audiokabeln den Schirm auf.

Eine gute Methode ist es, alle Schirme/Massen am Steckfeld zusammenzuführen. Alle nicht geerdeten Geräte erhalten dann ihren Massebezug über die Verbindungen zum Steckfeld. Diese Masseverbindung sollte jedoch nur über ein einziges Kabel hergestellt werden ( mehr als eine Verbindung = Brummschleife ). Bei geerdeten Geräten werden alle Schirme geräteseitig aufgetrennt.

Manche Hochwertigen Geräte haben getrennte Audio - und Netz - Massen.In diesem Fall muss mindestens ein Schirm durchverbunden sein.Hier hilft manchmal nur Ausprobieren.

Stelle sicher, dass die Masseführung beim Stecken nicht unterbrochen wird. Die verwendeten Patchkabel sollten so kurz wie möglich und der Schirm auf beiden Seiten verbunden sein.

Nachdem du nun hoffentlich alle Brummprobleme beseitigt hast, solltest Du jetzt daran gehen, die Kabelstränge zum Steckfeld zu beschriften und zu ordnen. Mit Kabelbindern, flexiblen Schlssuchen und Multicore - Kabeln kannst Du nun Ordnung hinter Deine Racks schaffen.






Zurück

 

Datenschutz  |  Nutzungsbedingungen  |  Faq  |  Kontakt  |  Impressum  |  Backlink  |  Suchboxen  |  Sitemap

Copyright (c) 2016 - 2017 by Synthiecheck.de alle Rechte vorbehalten - Script: Anzeigenmarkt V4

Seite generiert in 0.0526 Sekunden